- Investitionen der VEM-Gläubiger zu 100 Prozent gerettet
- Kerngesunde Holdinggesellschaft durch Verkaufserlös entstanden
- Beispielhafte Erfolgsstory eines Verkaufsprozesses in Form eines Treuhändermodells abgeschlossen
Köln, 10. August 2010. Mit dem Verkauf der ratiopharm Gruppe hat sich erneut ein Treuhändermodell zur Restrukturierung einer Unternehmensgruppe bewährt. Nach Vorlage der kartellrechtlichen Genehmigungen und der Erfüllung weiterer Bedingungen zum Closing ist die Generika-Gruppe am heutigen Dienstag, dem 10. August 2010, an das israelische Unternehmen Teva übergegangen. Mit über 3,6 Mrd. Euro Verkaufserlös und vorweggegangenen Veräußerungen ist die Entschuldung der VEM Vermögensverwaltung nun nahezu abgeschlossen. Die mit dem Verkaufsprozess beauftragten Akteure ziehen ein durchweg positives Fazit.
Martin Stockhausen von der Kanzlei Görg, der als Treuhänder die Interessen der Gläubiger und Eigentümer der VEM gebündelt hat, zeigt sich zufrieden über den Verfahrensverlauf: „Das Treuhändermodell hat beim ratiopharm-Verkauf seine Stärken deutlich offenbart. Der Prozess konnte ruhig und sorgfältig vorbereitet und umgesetzt werden. Es ist zu keinem Zeitpunkt die Atmosphäre eines Notverkaufs entstanden, was sich in dem bemerkenswerten Verkaufserlös widerspiegelt. So konnten wir die Investitionen aller Gläubiger zu 100 Prozent retten.“
Zu Beginn der Restrukturierungen und Verkäufe Anfang 2009 war noch nicht absehbar, welche Richtung das Verfahren einschlagen würde: „Dass wir heute mit Teva einen soliden Käufer haben, der ratiopharm als Ganzes übernimmt und einen angemessenen Kaufpreis entrichtet, haben viele nicht für möglich gehalten“, so Elmar Geissinger, CFO der Merckle/ratiopharm Gruppe, der gemeinsam mit Hans-Joachim Ziems, VEM-Geschäftsführer, die Verkaufsverhandlungen vorbereitet und umgesetzt hat. Nach einem zügigen Abschluss des Verkaufsverfahrens zu einem auch für Fachleute beeindruckenden Preis von 3,625 Mrd. Euro beenden die erfahrenen Restrukturierungsexperten von der Kölner Unternehmensberatung Ziems & Partner in Kürze ihr Engagement: „Die Merckle-Gruppe ist nun wieder kerngesund als Familienunternehmen aufgestellt. Mein persönlicher Respekt gilt hier Ludwig Merckle, der in Zeiten größter Risiken das Erbe seines Vaters angetreten und Verantwortung für über 100.000 Mitarbeiter übernommen hat, die hinter der Merckle-Gruppe und den VEM-Beteiligungen standen“, so Ziems.
Die Sanierer Ziems und Stockhausen erhoffen sich, mit dem erfolgreichen Treuhändermodell bei der VEM auch weitere Restrukturierungsakteure inspiriert zu haben: „Zumeist finden Treuhändermodelle Anwendung, wenn die Alternative einer Insolvenz im Raum steht. Wir sind überzeugt, mit der Merckle-Gruppe aufzeigen zu können, dass nicht nur die Gläubiger, sondern auch die Eigentümer bei diesem Verfahren gute Perspektiven haben können“, so Stockhausen.
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