Donnerstag, den 19. Januar 2012
Kategorie: Pressemitteilungen für unsere Kunden

Stricker-Gesellschaft übernimmt Bereich Infrastrukturbau der Heitkamp BauHolding

  • Zum Geschäftsfeld Infrastrukturbau der Heitkamp BauHolding zählen die Erd- und Straßenbau GmbH sowie die Umwelttechnik GmbH
  • Vorläufigem Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres gelingt damit frühzeitig erster Verkauf zweier nicht-insolventer Heitkamp-Töchter
  • Alle 300 Arbeitsplätze des personalstärksten Bereichs von Heitkamp bleiben erhalten; die Marke Heitkamp bleibt bestehen

Herne, 19. Januar 2012. Dr. Dirk Andres, vorläufiger Insolvenzverwalter der Heitkamp BauHolding GmbH aus Herne, verkauft die nicht-insolventen Töchter Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH und Heitkamp Umwelttechnik GmbH an die Gesellschafter aus dem Kreise der Stricker-Gruppe aus Dortmund. Die neue Gesellschaft, an der auch der langjährige Geschäftsführer Jörg Kranz beteiligt ist, übernimmt alle 300 Beschäftigten der beiden Heitkamp-Gesellschaften. Die bestehenden Strukturen bleiben erhalten, die Marke Heitkamp bleibt bestehen. Beide Gesellschaften firmieren weiter unter ihren jetzigen Namen. Die neuen Gesellschafter legen Wert darauf, dass Heitkamp unabhängig und eigenverantwortlich bestehen bleibt. Entsprechende Verträge haben Andres und die Bevollmächtigten der Stricker-Gesellschaft final verhandelt. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Andres gelingen damit bereits wenige Wochen nach Insolvenzantrag der Heitkamp BauHolding Ende November 2011 die ersten beiden Verkäufe der insgesamt acht operativ tätigen und nicht von der Insolvenz betroffenen Gesellschaften. „Ich freue mich, dass wir schnell neue Gesellschafter für die Erd- und Straßenbau sowie für die Umwelttechnik gefunden haben“, sagt Andres von der Kanzlei AndresSchneider Rechtsanwälte & Insolvenzverwalter. Geschäftsführer Kranz ergänzt: „Das schafft Sicherheit für alle Beteiligten, allen voran bei den Beschäftigten und den Kunden.“

Andres ist zuversichtlich, auch für die weiteren sechs nicht-insolventen Gesellschaften unter der Heitkamp BauHolding neue Gesellschafter zu finden, entsprechende Gespräche mit potenziellen Investoren verlaufen gut.

„Dieser kurzfristige Erfolg war nur möglich, weil wir hier im Team sehr gut zusammen gearbeitet haben“, sagt Andres. Insbesondere die Vorbereitungen der Geschäftsführung der BauHolding und des Restrukturierungsbeauftragten Dr. Frank Kebekus von der Kanzlei Kebekus & Zimmermann, der bereits einige Wochen vor Insolvenzantrag für Heitkamp tätig war, haben den Verkaufsprozess beschleunigt. Andres und Kebekus betonten, dass von einer klassischen Zerschlagung nicht die Rede sein kann, denn die zu verkaufenden Gesellschaften sitzen zwar gemeinsam unter einer Holding, agieren aber unabhängig voneinander und haben eigene Bilanz- und Zahlungskreisläufe. Der Verkauf an neue Gesellschafter sei deshalb die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für alle Beteiligten.

Der Geschäftsbereich Infrastrukturbau mit der Heitkamp Erd- und Straßenbau GmbH und der Heitkamp Umwelttechnik GmbH ist mit seinen 300 Mitarbeitern der größte Bereich unter dem Dach der Heitkamp BauHolding. Bundesweit bekannt sind beide Gesellschaften durch Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet und an der Saar, durch den Autobahnbau sowie den Flughafenbau.
 
Hintergrund Heitkamp BauHolding

Die Geschäftsführung der Heitkamp BauHolding GmbH hatte Ende November 2011 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Grund hierfür sind finanzielle Verpflichtungen der Holding, die aus der Vergangenheit stammen wie zum Beispiel die Insolvenz der Deilmann Haniel GmbH. Durch aktuell geänderte Bedingungen der Steuergesetzgebung wie die Entscheidung der Europäischen Kommission zur Sanierungsklausel § 8c Körperschaftssteuergesetz muss die Heitkamp BauHolding GmbH weitere Belastungen in Millionenhöhe stemmen, was sie überfordert.

Die BauHolding erbringt verschiedene Dienstleistungen beispielsweise in den Bereichen Personal, IT, Steuern, Recht und Versicherungen für die insgesamt acht operativ tätigen Tochtergesellschaften, die nicht von dem Insolvenzantrag betroffen sind.

Hintergrund Stricker

Unter der Stricker Holding mit Sitz in Dortmund erwirtschaften mehrere Unternehmen ihre Umsätze in folgenden Kompetenzbereichen: Neben dem wichtigsten Bereich „Bauen“ sind die Unternehmen in den Geschäftsbereichen Energie, Rohstoff-Gewinnung, Baustoff-Produktion, Immobilien, Rückbau, Baustoff-Recycling sowie Dienstleistung tätig.

Medienkontakt

Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters:
Holger Voskuhl,
rw konzept GmbH
Agentur für Unternehmenskommunikation
Fon: +49-(0)221-400 73 – 87
Mobil: +49-(0)170-2101523
voskuhl@rw-konzept.de

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