- Bonn Conference Center Management GmbH übernimmt unter der Führung von Dr. Michael Kleine-Hartlage Konferenzgeschäftsbetrieb
- Insolvenzverwalter Christopher Seagon und Dr. Kleine-Hartlage unterzeichnen Kaufvertrag, alle Mitarbeiter werden übernommen
- Beide sehen gute Chancen für den Kongressstandort Bonn
Bonn, 1. September 2010 – Der Insolvenzverwalter der World Conference Center Bonn Management GmbH (WCCB Mgmt.), Christopher Seagon, hat den Konferenzgeschäftsbetrieb, mithin sämtliche Vermögenswerte der Gesellschaft an die städtische Bonn Conference Center Management GmbH verkauft. Den entsprechenden Vertrag haben heute Seagon und Dr. Michael Kleine-Hartlage, Geschäftsführer der neu gegründeten Gesellschaft, unterzeichnet. Die Übernahme des Konferenzgeschäftsbetriebes erfolgt zum 1. September 2010.
Für Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, ist diese Übernahme für die Zukunft des Gesamtprojektes WCCB ein wichtiges Signal. „Wir sind nun einen großen Schritt weiter gekommen und ich bin zuversichtlich, dass wir zügig die Bauarbeiten am Konferenzzentrum wieder aufnehmen können“, sagt Nimptsch.
Die Bonn Conference Center Management übernimmt alle 20 Vollzeitkräfte sowie die knapp 30 Aushilfskräfte der WCCB Mgmt. Mit diesem Team bietet sie den Kunden einen Komplettservice für Kongresse, Tagungen und Abendveranstaltungen aller Art, unter anderem im Plenarsaal, im Wasserwerk, im Pumpenhaus sowie auch weiterhin in der Beethovenhalle Bonn. Nach seiner Fertigstellung wird auch der Erweiterungsbau betrieben. „Ich habe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Wochen kennengelernt und bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Mannschaft den Tagungs- und Kongressstandort Bonn nach vorne bringen“, sagt Dr. Kleine-Hartlage.
Auch Insolvenzverwalter Seagon sieht gute Chancen für die neue Gesellschaft. Er hat den Geschäftsbetrieb seit Insolvenzantragsstellung Anfang Oktober 2009, seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1.Januar 2010 mit Unterstützung der Stadt Bonn fortgeführt und kann den Konferenzgeschäftsbetrieb nun mit fast 30 unterzeichneten Kundenverträgen übergeben. „Kunden und die, die es werden wollen, haben mit der Übernahme an die neue Gesellschaft nun die Rechtsicherheit, die ich ihnen während der Fortführung des Konferenzgeschäftsbetriebes als Insolvenzverwalter nur bedingt geben konnte“, sagt Seagon. So konnte er zum Beispiel zuletzt keine über den 31.12.2010 hinausgehenden Verträge eingehen. Da bereits entsprechende Anfragen vorliegen, rechnet er damit, dass weitere Events nach Bonn kommen werden.
Die Bonn Conference Center Management GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Bonn. Sie wurde gegründet, um den Konferenzgeschäftsbetrieb von der insolventen World Conference Center Bonn Management GmbH (WCCB Mgmt.) zu übernehmen und künftig fortzuführen. Die WCCB Mgmt. hatte Anfang Oktober 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem die Sparkasse KölnBonn den Kreditvertrag gekündigt und die WCCB Mgmt. aufgrund Mitverpflichtung in Anspruch genommen hatte. Die WCCB Mgmt. war nach der SMI Hyundai Europe GmbH und der UNCC GmbH die dritte Gesellschaft des WorldCCBonn-Projektes, die Insolvenzantrag gestellt hatte. Bei allen drei Gesellschaften wurde Rechtsanwalt Christopher Seagon von der Kanzlei Wellensiek zum Insolvenzverwalter bestellt.
Hintergrundinformationen
Die World Conference Center Bonn Management GmbH mit Sitz in Bonn hat ihren Kunden von der Konzeption und Durchführung der gesamten Veranstaltung, der Koordination sämtlicher Dienstleistungen, Hotelvermittlung bis hin zum Catering einen Komplettservice für Kongresse und Tagungen geboten. Die Gesellschaft betreibt seit September 2008 die sogenannten Bestandsbauten des World Conference Center Bonns, mithin den Plenarsaal, das Wasserwerk, das Pumpenhaus und weitere angeschlossene Räumlichkeiten. Die Kapazitäten sollten nach Baufertigstellung um die Räumlichkeiten und Flächen des Erweiterungsbaus erweitert werden. Darüber hinaus betrieb die WCCB Mgmt. im Auftrag der Stadt Bonn die Bonner Beethovenhalle.
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