Donnerstag, den 29. Juli 2010
Kategorie: Pressemitteilungen für unsere Kunden

Teilbereich der Produktion am Standort Unna muss Mitte August eingestellt werden

  • Weiterführung der Hengersberger Kleinteile-Produktion nicht möglich
  • Herstellung von Sitzkomponenten für Faurecia wird fortgesetzt
  • Produktion in den übrigen Werken von Pampus läuft normal weiter


Meinerzhagen/Hagen, 29. Juli 2010 – Rund einen Monat, nachdem das zuständige Amtsgericht Hagen zum 1. Juli 2010 das Insolvenzverfahren über die Pampus Automotive GmbH & Co. KG eröffnet hat, muss die sogenannte Hengersberger Kleinteile-Produktion am Standort Unna Mitte August eingestellt werden. Eine Weiterführung dieser Produkti-onslinie ist nicht möglich. Über diesen Schritt und den aktuellen Stand des Insolvenzverfahrens haben Insolvenzverwaltung und Betriebsrat heute die Belegschaft im Werk Unna informiert.

„Die rund 100 Mitarbeiter, die in der Hengersberger Kleinteile-Produktion tätig sind, erhalten das Angebot, in eine Transfergesellschaft zu wechseln“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres. Von dieser Gesellschaft, die in Zusammenarbeit mit der IG Metall und dem Betriebsrat eingerichtet wurde, werden sie voraussichtlich bis zu sechs Monate weiter beschäftigt und auf neue berufliche Herausforderungen vorbereitet.

„Die Herstellung von Sitzkomponenten für Faurecia am Standort Unna läuft weiter und wird so lange wie möglich fortgesetzt“, sagt Andres. „Allerdings hat Faurecia angekündigt, die Produktion nicht bis ins nächste Jahr fortzuführen.“ Es sei aber gewährleistet, dass auch die Mitarbeiter, die in der Herstellung der Sitzkomponenten beschäftigt sind, wie ihre Kollegen in eine Transfergesellschaft wechseln könnten, so der Insolvenzverwalter weiter.

Sein Ziel ist es, das Unternehmen über ein Insolvenzplanverfahren zu sanieren und so die Standorte Meinerzhagen, Meerane und Remscheid zu erhalten. „Wir haben bereits von wesentlichen Beteiligten Signale bekommen, dass sie Pampus Automotive auf diesem Weg unterstützen wollen“, sagt Andres. Kunden und Lieferanten stünden weiterhin zum Unternehmen, in den Werken in Meinerzhagen, Meerane und Remscheid laufe die Produktion normal weiter.

Die Geschäftsleitung der Pampus Automotive GmbH & Co. KG hatte am 12. Mai 2010 beim Amtsgericht Hagen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum 1. Juli 2010 hatte das Gericht das Insolvenzverfahren eröffnet und den Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Dr. Dirk Andres von der Kanzlei

Andres & Schneider zum Insolvenzverwalter bestellt. Er war bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter im Unternehmen tätig.

Weitere Informationen:
Pampus Automotive entwickelt und produziert Präzisionsbauteile für Automobilhersteller wie Automobilzulieferer. Dazu gehören: Kopfstützbügel, Airbag-Lanzen, Airbag-Pipes, Sitze, Sitzstrukturen, Sitzkomponenten, Isofix-Bügel, Mantelrohre, Federdraht, Fensterscharniere, Bremspedale, Schweiß- und Biegekomponenten. Das Unternehmen hat in Deutschland rund 700 Beschäftigte an den Standorten Meinerzhagen, Unna, Meerane und Remscheid und erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 76 Millionen Euro.

Die Kanzlei Andres & Schneider Rechtsanwälte hat sich auf die professionelle Bearbeitung von Insolvenzverfahren spezialisiert. Die Partner der Kanzlei, zu denen auch der Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Dr. Dirk Andres gehört, werden von Insolvenzgerichten mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen als Insolvenz-verwalter und Treuhänder bestellt. Zu den bekanntesten Sanierungen der Kanzlei zählen neben dem Autohändler Kroymans die Automobilzulieferer C.D. Peddinghaus und die Falkenroth-Gruppe.

Insolvenzverwalter
Rechtsanwalt
Dr. Dirk Andres
Andres & Schneider Rechtsanwälte Insolvenzverwalter
Grabendstraße 28
58095 Hagen

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