Freitag, den 23. Juli 2010
Kategorie: Pressemitteilungen für unsere Kunden

Sanierung der international tätigen AKsys-Gruppe erfolgreich abgeschlossen

  • Als letzter Standort des Automobilzulieferers wurde das Kunststoff-Werk Peine verkauft - Käufer ist die international tätige MONDRAGON-Gruppe
  • Entflechtung der AKsys-Gruppe und Überführung in eigenständige Geschäftsbereiche sichert Standorte
  • Insolvenzverwalter Tobias Hoefer erhält rund 1.900 Arbeitsplätze der ehemaligen AKsys-Gruppe


Mannheim/Peine, 23. Juli 2010 – Insolvenzverwalter Tobias Hoefer von der bundesweit tätigen Kanzlei Hack | Hoefer hat zum 1. Juli 2010 das Werk Peine des Geschäftsbereichs Kunstoffe der AKsys GmbH an die FPK (integriert in BATZ lightweight technologies) verkauft. Das Unternehmen gehört zur international tätigen MONDRAGON-Gruppe. Bereits im April 2010 hatte die MONDRAGON-Gruppe den von der AKsys-Gruppe gehaltenen 50-%-Joint-Venture-Anteil an der spanischen FPK S.A. gekauft. Durch den Verkauf bleiben in Peine mehr als 100 Arbeitsplätze erhalten.

Mit dem Verkauf des Werkes in Peine hat Tobias Hoefer die Restrukturierung und Sanierung der international tätigen AKsys-Gruppe abgeschlossen. Ziel dabei war es von Anfang an, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. „Gelungen ist uns dies, indem wir die Gruppe in sinnvolle Einheiten aufgeteilt und in eigenständige Geschäftsbereiche überführt haben“, sagt Insolvenzverwalter Tobias Hoefer. So konnte er unter anderem auch Standorte erhalten, die nach dem Restrukturierungsprogramm der AKsys vor dem Insolvenzantrag geschlossen werden sollten.

„AKsys ist ein gutes Beispiel dafür, dass die sinnvolle Entflechtung einer Unternehmensgruppe in der Insolvenz für alle Beteiligten Vorteile bringen kann“, sagt Insolvenzverwalter Hoefer. Die einzelnen Geschäftsbereiche können sich nun auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und sind mit dem jeweiligen neuen Investor gut im Markt positioniert. Das sichert Standorte und Arbeitsplätze. Insgesamt konnte der Insolvenzverwalter in den drei Geschäftsbereichen Kunststoffe, Isolation und Entdröhnung der ehemaligen AKsys weltweit rund 1.900 Arbeitsplätze und acht Standorte in Deutschland sowie die Standorte in den USA, Spanien, Polen und Mexiko erhalten.

„Wir freuen uns, dass wir auch für den Standort Peine eine optimale Lösung gefunden haben“, sagt Insolvenzverwalter Tobias Hoefer. „Der Investor Batz-FPK ist Spezialist für Kunststoffe und schafft die Basis für eine langfristige Fortführung des Werks.“ Batz-FPK ist Teil der genossenschaftlich organisierten MONDRAGON-Gruppe, die aus insgesamt 256 Unternehmen und Einrichtungen besteht und zu den größten Unternehmensgruppen in Spanien zählt.

„Das Know-how der Mitarbeiter in Peine, die Fertigungstechnologien, die Produkte und die Kunden sind eine wichtige Ergänzung für uns. Mit dieser Übernahme stärken wir unsere Marktposition in Deutschland“, sagt Oskar Goitia, Geschäftsführer des Automotive-Bereichs von MONDRAGON. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unseren deutschen Kollegen.“

Im Zusammenhang mit dem Verkauf des Standorts in Peine sind allerdings Personalmaßnahmen unvermeidbar gewesen. Zwölf Mitarbeiter aus dem Werk haben das Angebot erhalten, in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) zu wechseln. In der BQG werden die Mitarbeiter auf neue berufliche Herausforderungen vorbereitet. „Die Mehrheit der Mitarbeiter hat das Angebot angenommen“, sagt Insolvenzverwalter Hoefer.

Der Gläubigerausschuss hat dem Verkauf bereits zugestimmt.

Hoefer hatte den Geschäftsbetrieb der AKsys-Gruppe insgesamt 14 Monate in der Insolvenz fortgeführt und in dieser Zeit zusammen mit seinem Team die Standorte erfolgreich saniert, wieder zukunftsfähig aufgestellt und damit die notwendigen Voraussetzungen für den Verkauf geschaffen. Dazu zählt auch, dass nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September 2009 der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergeführt werden konnte. Für den Verkauf der Standorte hatte der Insolvenzverwalter in Zusammenarbeit mit der renommierten Investmentbank Metzler Corporate Finance einen international ausgerichteten Investorenprozess aufgesetzt, der erfolgreich verlief. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das am Ende für alle Beteiligten erfolgreiche Ergebnis war, dass von Prozessbeginn an auch die nun umgesetzte Entflechtung der AKsys-Gruppe durch den Verkauf einzelner Geschäftsbereiche und Werke an den jeweils besten strategischen Investor geprüft wurde.

Seit dem 1. Juli 2010 haben neben Peine auch die Kunststoff-Werke in Köngen und Ziemetshausen neue Eigentümer. Die Minda Schenk Plastic Solutions GmbH übernahm den Standort Köngen, die Geiger Automotive GmbH übernahm den Standort Ziemetshausen. Zum 1. Mai 2010 hatte Hoefer die Werke Krumbach und Ellzee des Geschäftsbereichs Isolation der AKsys an den international tätigen Automobilzulieferer Borgers AG verkauft. Den Standort Bielefeld übernahm die Dr. Freist Automotive (DFA) mit Sitz in Goslar. Bereits Anfang April konnte Hoefer die Übergabe des Geschäftsbereichs Entdröhnung der AKsys an die FAIST ChemTec GmbH und die HANNOVER Finanz Gruppe vermelden.

Die Geschäftsführung der AKsys GmbH hatte am 26. Mai 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dieser Schritt war notwendig geworden, da durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, die besonders die Automobilindustrie mit voller Wucht getroffen hat, der Umsatz stark zurückgegangen war. Bereits Mitte März 2009 hatte das Unternehmen daher gemeinsam mit seinen Gläubigerbanken bei der KfW um einen Kredit über 22 Millionen Euro aus dem „Wirtschaftsfonds Deutschland“ nachgefragt. Dieser Antrag war am 20. Mai 2009 abgelehnt worden.
 
Zum 1. September 2009 hatte das Amtsgericht Worms das Insolvenzverfahren über das Vermögen der AKsys GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Tobias Hoefer von der Kanzlei Hack | Hoefer bestellt. Er war bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter in dem Unternehmen tätig.

Weitere Informationen:

Informationen über Mondragon, FPK, Batz lightweight technologies
Die Kooperativenvereinigung MONDRAGON gliedert sich in vier Bereiche auf: Finanzen, Industrie, Handel und Wissen. Sie bildet derzeit die größte baskische Unternehmensgruppe und die siebtgrößte in Spanien. Im Jahr 2009 wurden Umsätze von fast 15 Milliarden Euro mit einer durchschnittlichen Belegschaft erwirtschaftet, die mehr als 85.000 Personen umfasst hat.

Mondragon Automocion umfasst eine Gruppe von Zulieferfirmen der weltweit wichtigsten Konstrukteure des Automobilsektors und Tier-1-Unternehmen. Mondragon Automocion ist in der Entwicklung und Konstruktion tätig und liefert einen kompletten Komponenten- und Modulkatalog sowie den Maschinenpark und die notwendige Ausrüstung. Mit einer wachsenden Präsenz auf dem Weltmarkt widmet sich Mondragon Automocion dem wichtigsten Geschäftsfeld der Zukunft, der Innovation und Entwicklung.

MONDRAGON Automocion umfasst ein Dutzend Unternehmen, die in ihrer Gesamtheit 2009 Umsätze realisiert haben, die über 1,3 Milliarden Euro lagen und etwa 9000 Personen beschäftigen.

Batz entwickelt und produziert seit etwa 50 Jahren Module und Systeme in vier Produktlinien für den Automobilsektor:

-Radwechselsysteme
-Baukastensysteme für Pedale
-Komponenten für die Handbremse
-Strukturteile aus Metall

Sowie Entwicklung und Fertigung vom Stanzwerkzeugen für die Automobilsektor mit Komplettservice: Simultaneous-Engenieering, Projektierung, Fertigung, Justierung, Inbetriebnahme.

FPK liefert funktionsorientierte Strukturkomponenten für den Automobilsektor mit dem klaren Ziel technischer Innovation. Die Erfahrung und Produktkenntnis von Materialien und Prozessen erlauben es FPK, innovative und wettbewerbsfähige Produkte aus verstärktem Plastik auf den Markt zu bringen und sich dadurch zu einem Entwicklungs- und Produktionszentrum für Kunststoffkomponenten im Automobilsektor zu entwickeln.

Weiter Informationen über Mondragon finden Sie unter:
http://www.mondragon-corporation.com/language/de-DE/DEU.aspx


Informationen über den Insolvenzverwalter
Der Mannheimer Rechtsanwalt Tobias Hoefer ist ausschließlich als Insolvenzverwalter tätig. Er hat sich auf die Sanierung von überregional und international tätigen Konzernen mit ihren hochkomplexen Strukturen spezialisiert. Er wird von vielen Gerichten immer wieder zum Insolvenzverwalter bestellt und konnte in zahlreichen Verfahren – zu denen auch viele kleinere und mittlere Betriebe zählen – eine Unternehmensfortführung erreichen. Zu seinen bekanntesten Verfahren und Sanierungen zählen der Dienstleistungsspezialist ComBase mit Niederlassungen in Deutschland und Österreich, Tochterunternehmen in der Schweiz und der Ukraine sowie der im Bereich der Gusstechnologie international führende Felgenhersteller ATS mit Standorten in Deutschland, den USA, Südafrika und Polen und der in Deutschland und China tätige Automobilzulieferer Utescheny. Außerdem konnte Hoefer den Dachziegelhersteller Trost Dachkeramik, mehrere Unternehmen der Meffert- und der CORONET-Gruppe und das St. Josefs Krankhaus in Viernheim erfolgreich sanieren.

Hoefer ist Senior Partner der auf Insolvenzverwaltungen spezialisierten Kanzlei Hack | Hoefer. Für die Kanzlei, die 1987 gegründet wurde, sind bundesweit an sieben Standorten über 90 Mitarbeiter und Rechtsanwälte tätig.

Insolvenzverwalter

Tobias Hoefer
Fachanwalt für Insolvenzrecht

Kanzlei Hack | Hoefer
Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter
Soldnerstraße 2
68219 Mannheim    


Medienkontakt Insolvenzverwalter

Matthias Braun
rw konzept GmbH
Agentur für Unternehmenskommunikation
Mobil: 0171/8686487
braun@rw-konzept.de


Kontakt FPK
(Batz lightweight technologies)


Oscar Pérez
Managing Director
Marketing, sales and R+D

Tel.: +34 944 522 660
Fax: +34 944 522 156
Mobile: +34 635 753 457
oscar.perez@fpksa.com

 

Aktuelles aus der Agentur

Cathrin Sengpiehl übernimmt ab sofort als Senior Beraterin die Leitung des Unternehmensbereichs Corporate Publishing. Die 29-Jährige war zuletzt bei Ketchum Pleon als Consultant tätig.

Neu im Team als Senior-Berater ist auch Thomas Feldmann. Er kommt von Pleon Financial Communications.

Wir haben beim renommierten Mergermarket-Rating einen Patz unter den 20 weltgrößten PR-Agenturen für Finanzkommunikation belegt. Das Volumen der Deals, die wir kommuniziert haben, liegt allein im 1. Halbjahr 2010 bei rund fünf Milliarden Dollar.

Wir erarbeiten ein Konzept für die Standortkommunikation der Textilhandelskette SinnLeffers und setzen es um.

Für das Immobilienunternehmen DEIKON mit seinen 90 Einzelhandelsimmobilien übernehmen wir in der Sprecherfunktion die Kommunikation.

Kompetenz bei Sportvereinen: Krisen- und Turnaround- kommunikation bei Rot-Weiss Essen, Internationaler Club (Internationale Galopprennen Iffezheim), SV Darmstadt 98 und SpVgg Bayreuth.

Den Verkaufsprozess des Generika-Herstellers ratiopharm an die israelische TEVA haben wir im Auftrag der VEM-Holding der Merckle-Gruppe kommunikativ begleitet.

Wir haben den Vorstand von Hapag-Lloyd beim Antrag auf eine Bundesbürgschaft kommunikativ beraten.